1. Das Christentum: inhaltlich

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1. Das Christentum: inhaltlich

1.1 Die Bibel: Wie ist sie aufgebaut?

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Die Bibel berichtet von Menschen und ihren Erfahrungen mit Gott.

Die Bibel ist die zentrale Schrift des Christentums weltweit.

Das Wort „Bibel“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Buch“.

Sie ist in zwei große Teile aufgeteilt: in das Alte Testament und in das Neue Testament.

Das Alte Testament beginnt mit den fünf Büchern von Mose.

In ihnen kommen zum Beispiel die Texte zur Schöpfung, zur Arche Noah und zum Auszug aus Ägypten vor.

Das Alte Testament endet mit den Büchern der Propheten.

Das Neue Testament beginnt mit den vier Evangelien: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.

Sie berichten von Jesus und seinem Leben.

Am Ende der Bibel steht das Buch der Offenbarung.

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Die Bibel als Bücherregal

Ordne die Bücher richtig in das Bücherregal ein.
Das Alte Testament hat einen lila farbenen Hintergrund.
Das Neue Testament einen roten.
Ziehe die Bücher von links in das Regal und prüfe am Ende, ob die Anordnung so stimmt.

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Vertiefungswissen

Die zehn Gebote

Die zehn Gebote zählen zu den wichtigsten und bekanntesten Texten der christlichen Bibel. Sie stehen in 2. Mose 20,2-17. Der Bibeltext erzählt, dass Mose die Gebote auf dem Berg Sinai direkt von Gott in Form von zwei Steintafeln empfangen haben soll. Das Besondere an den Geboten ist, dass sie bis heute Gültigkeit haben. Sie sind sogar in Gesetzestexte von vielen Ländern eingeflossen.

Die zehn Gebote lauten:

1. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

2. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.

3. Du sollst den Feiertag heiligen.

4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

5. Du sollst nicht töten.

6. Du sollst nicht ehebrechen.

7. Du sollst nicht stehlen.

8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Die ersten drei Gebote beziehen sich auf die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen. Die Gebote vier bis zehn regeln das Miteinander der Menschen.

Die 10 Gebote im Überblick

1) Orden den einzelnen Bildern das richtige Gebot zu.

2) Wähle im zweiten Schritt das für dich wichtigste Gebot aus und begründe deine Wahl.

1.2 Jesus: Wer war dieser Mensch?

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Sieh dir das Video von Minute 6:53 bis 8:21 über die Person Jesus an:

Checker Reportagen: Der Christentum-Check
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Steckbrief zu Jesus

Fülle mithilfe des Videos den Steckbrief aus.

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1.3 Was sind christliche Feste?

Weihnachtskrippe
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Über das Jahr werden verschiedene christliche Feste gefeiert.

Die drei bekanntesten Feste werden hier vorgestellt.

An Weihnachten wird die Geburt Jesu gefeiert.

Damit waren schon vor 2000 Jahren viele Hoffnungen verbunden.

Viele Menschen glaubten, dass mit Jesus der Heiland, der Retter der Welt geboren wurde.

Die Weihnachtsgeschichte steht im Evangelium nach Lukas 2,1-20.

Besonders Heiligabend, der 24. Dezember, spielt eine besondere Rolle.

In Deutschland wird Weihnachten mit einem Weihnachtsbaum, Geschenken und einer Weihnachtskrippe gefeiert.

drei Kreuze
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An Ostern feiert das Christentum die Kreuzigung, den Tod und die Auferstehung Jesu.

An Karfreitag wird an Jesu Tod am Kreuz gedacht.

In der Nacht zum und am Ostersonntag wird die Auferstehung Jesu gefeiert.

Nach christlicher Überlieferung ist Jesus nach drei Tagen vom Tod auferstanden und hat sein Grab verlassen.

In Deutschland wird Ostern auch mit der Suche nach Osternestern gefeiert.

Der Osterhase soll sie versteckt haben.

Eine Taube
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An Pfingsten wird im Christentum das Kommen des Heiligen Geistes gefeiert.

In der Apostelgeschichte 2,1-11 wird von den Nachfolgerinnen und Nachfolgern Jesu berichtet.

Nach Jesu Himmelfahrt zu Gott blieben sie ratlos und entmutigt zurück.

Doch nach christlicher Überlieferung sandte Jesus ihnen den Heiligen Geist als Kraft und Friedensbringer.

Der Heilige Geist wird oft als Taube dargestellt.

Pfingsten kann auch als Geburtstag der Kirche bezeichnet werden.

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Weihnachten, Ostern und Pfingsten

Zu welchem christlichen Fest passt das Bild?
Ziehe es auf das passende Feld.

1.4 Martin Luther

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https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Luther#/media/Datei:Lucas_Cranach_d.%C3%84._(Werkst.)_-_Portr%C3%A4t_des_Martin_Luther_(Lutherhaus_Wittenberg).jpg

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Martin Luther lebte vom 10. November 1483 bis 18. Februar 1546.

Er war katholischer Priester und kritisierte die Kirche bald für ihren Umgang mit Geld.

Die Kirche versprach den Menschen das ewige Leben im Himmel, wenn sie sogenannte Ablassbriefe kauften.

Das Geld für solch einen Ablassbrief wurde zum Beispiel für den Bau einer katholischen Kirche verwendet. 

Martin Luther widersprach dieser Lehre.

Daraufhin verfolgte ihn die Kirche und er musste sich verstecken.

Er übersetzte die Bibel in die deutsche Sprache.

Seiner Meinung nach ist der Glaube an Gott ein Geschenk.

Es ist weder Geld noch etwas anderes nötig, um Gottes Liebe und Gnade zu erfahren.

Viele Menschen folgten der Lehre Martin Luthers, der sogenannten Reformation.

Er gilt als der Begründer der evangelischen Kirchen.

Später wirst du sehen können, wo auf der Welt welche christliche Konfession (z.B. katholisch oder evanglisch) vorkommt.

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Vertiefungswissen und -aufgabe

Martin Luthers Reformationslehre

Martin Luther war der Urheber der Reformation. Als katholischer Priester und Professor für Theologie entdeckte er in der Bibel, dass die Basis des christlichen Glaubens auf Gottes Gnade und der sogenannten Rechtfertigung durch Jesus Christus fußt. Nach Luther werden den Menschen in Tod und Auferstehung Jesu ihre Fehltaten vergeben. Da die römisch-katholische Kirche anderes lehrte und die Menschen für die Rechtfertigung Geld bezahlen ließ, widersprach Luther. Am 31.10.1517 soll er 95 Thesen als Kirchenkritik an die Schlosskirche in Wittenberg genagelt haben. Daraufhin entfachte ein großer Streit zwischen ihm und der katholischen Kirche. Martin Luther wollte die Kirche eigentlich zu ihrem Ursprung zurückführen.
Am Ende kam es zu einer Kirchenspaltung, dem sogenannten Schisma. Bis heute gibt es deswegen auch in Deutschland die römisch-katholische und die evangelisch-lutherische Kirche.

Aufgabe

Löse das Quiz, indem du auf die richtige Antwort klickst.

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1.5 Wie sieht eine Kirche von außen und innen aus?

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Eine Kirche von außen

Was haben viele Kirchen gemeinsam?
Sieh dir im nächsten Tab die Bilder von Kirchen in der ganzen Welt an und ordne am Ende die Begriffe zu.

Klicke durch die Bilder und notiere dir Gemeinsamkeiten, die dir auffallen. 

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Hier siehst du einige Gemeinsamkeiten. 
Ordne sie dem Kirchengebäude zu! 

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Seit über 1000 Jahren rufen die Kirchenglocken zum christlichen Gottesdienst und zum Gebet.

Klicke auf die Tonspur, um ein Beispiel für Glockengeläut zu hören.

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Eine Kirche von innen

Ordne die wichtigsten Gegenstände in einer Kirche den Feldern richtig zu.

Kirche von innen als Druckversion

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1.6 Das Christentum weltweit

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Weltweit gibt es rund 2,5 Milliarden Christinnen und Christen.

Damit ist das Christentum die größte Weltreligion.

Innerhalb des Christentums gibt es verschiedene Konfessionen.

Zu den größten Konfessionen gehören die römisch-katholische, die orthodoxe und die evangelisch-lutherische Kirche.

Die christliche Praxis unterscheidet sich innerhalb der Konfessionen und innerhalb der Kulturen stark.

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Die christlichen Konfessionen auf einen Blick

  1. Schau dir die Weltkarte an und überlege, welche Farbe zu welcher christlichen Konfession gehört.
  2. Klicke auf die i-Felder rechts und finde heraus, in welchen Ländern welche Konfession vorkommt.
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Vertiefungswissen

Unterschiede zwischen den Konfessionen

Sieh dir das Video von Minute 17:29 bis 18:39 an!

Checker Reportagen: Der Christentum-Check
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Die römisch-katholische Kirche und die evangelisch-lutherische Kirche unterscheiden sich besonders in den folgenden zwei Punkten:

1) Stellung des Papstes: Der Papst ist das Oberhaupt der katholischen Kirche und wird als direkter Nachfolger von Petrus, einem der Jünger Jesu gesehen. Seine Entscheidungen gelten als unfehlbar. Die evangelische Kirche wählt ihre Leitung immer wieder neu und organisiert sich basisch-demokratisch. Sie hat kein zentrales Oberhaupt.

2) Der Zölibat: In der katholischen Kirche dürfen nur Männer das Priesteramt ausführen. Sie leben im sogenannten Zölibat, dürfen also keine Partnerinnen haben und keine Kinder zeugen. In der evangelischen Kirche dürfen Männer und Frauen das Pfarramt führen. Sie können heiraten und Familien gründen.

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Im Laufe der Zeit bildeten sich verschiedene Konfessionen innerhalb des Christentums. Alle haben den Glauben an Jesus Christus als Basis. Manche von ihnen haben ein sehr konservatives Profil. Andere können die moderne Welt und die christlichen Werte gut in Einklang bringen. Mithilfe des Konfessionsbaums kannst du sehen, welche verschiedenen Verästelungen das Christentum in den vergangenen 2000 Jahren gebildet hat. 

Formuliere eine eigene Kirchenkritik. Was würdest du heute an der Kirche ändern wollen?

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Aufgabe

Zum Abschluss: Was hast du bis jetzt über das Christentum erfahren?

Klicke auf die richtige Antwort.

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Merkwissen – Heftereintrag für Schülerinnen und Schüler mit FÖS

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Übernimm das folgende Merkwissen in deinen Hefter! 

Das Christentum: inhaltlich

Die wichtigste Schrift des Christentums ist die Bibel.

Sie besteht aus dem Alten und dem Neuen Testament.

Jesus ist die zentrale Person im Christentum.

Zu den wichtigsten christlichen Festen zählen Weihnachten, Ostern und Pfingsten.

Martin Luther gilt als Gründer evangelischen Kirche.

Weltweit gibt es rund 2,5 Milliarden Christinnen und Christen.

Sie gehören verschiedenen Konfessionen wie zum Beispiel der katholischen und der evangelischen an.

Klasse! Du hast das erste Kapitel beendet! Hier geht es weiter.